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Praktikum während Corona – kann das funktionieren?

Student Patrick Hammen über virtuelles Kennenlernen, Praxis vor Ort und wertvolle Erfahrungen

Praktikant-am-Versuchsstand

Praktikum machen: Das heißt, ein Unternehmen kennenlernen, neue Menschen treffen und erste praktische Berufserfahrung sammeln. Doch wie kann das „Reinschnuppern“ in Zeiten von Home Office und Abstandhalten funktionieren? Bleibt da die Praxis auf der Strecke? Warum das nicht so ist, erzählt Patrick Hammen. Nach seinem Praktikum bei Schunk Transit Systems schreibt der Mechatronik-Student jetzt dort seine Bachelorthesis.


Praktikum und Corona, heißt das, Sie arbeiten nur im Home Office?

Patrick Hammen: Nicht nur! Das würde bei meinen Tätigkeiten auch gar nicht funktionieren. Zu meinen Aufgaben gehört es, Versuche und Tests durchzuführen. Das heißt: Prüfstände aufbauen und laufende Versuche kontrollieren. Das geht nur vor Ort – selbstverständlich unter Einhaltung der Corona-Regeln. Ich arbeite sehr eng mit einem Masterstudenten zusammen. Damit wir uns gut abstimmen können, sind wir zwei bis drei Tage pro Woche im Unternehmen. Durch die Gleitzeit ist es kein Problem, wenn ich für einen Versuch früher komme oder später gehe. Den Rest der Woche arbeite ich von zuhause aus.


Versuche machen und testen, das klingt spannend. Was genau machen Praktikanten in Ihrem Bereich?

Patrick Hammen: In meiner Abteilung werden neue Baugruppen und Komponenten für unterschiedliche Anwendungen entwickelt. Zum Beispiel steckbare Kohlebürsten zur Stromübertragung in Elektromotoren oder Wellenerdungssysteme, die durch spezielle Kohlefasern Spannungen besonders zuverlässig ableiten und in Bahnen oder Windkraftanlagen eingesetzt werden. Meine Haupttätigkeit ist das Testen und Weiterentwickeln dieser Neuentwicklungen. Das bedeutet: Prüfstände für diese neuen Entwicklungen zu planen, aufzubauen und anschließend die Versuche durchzuführen. Dabei werden die Bauteile in verschiedenen Szenarien auf Verschleiß, Stromübertragung und ähnliches getestet. Auf Grundlage der Ergebnisse kann das Projektteam dann notwendige Veränderungen der Konstruktion oder des Werkstoffs vornehmen. Bei diesem Prozess bin ich stets eingebunden und kann meine eigenen Ideen einbringen und testen.

Ich bin eher der praktische Typ. Daher macht es mir besonders Spaß, Versuche und Tests durchzuführen.


Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Patrick Hammen: Als allererstes steht morgens natürlich E-Mails checken auf dem Programm. Vormittags arbeite ich an verschiedenen Versuchen und dokumentiere die Ergebnisse. Anschließend informiere ich in Besprechungen mit den Projekt-Verantwortlichen über die Fortschritte der Versuche und schreibe die Dokumentationen.

Nachmittags kann ich mir nach Absprache mit meinen Kollegen die Arbeitsinhalte flexibel legen. Ich plane, konstruiere und gebe Teile in Auftrag für die Muster-Produktion. Außer einem morgendlichen Informationsmeeting und den festen Projektmeetings habe ich also viel Freiraum, meine Arbeitszeit zu strukturieren.


Was gefällt Ihnen an Ihrem Praktikum am besten?

Patrick Hammen: Ich bin eher der praktische Typ. Daher macht es mir besonders Spaß, Versuche und Tests durchzuführen. Ich freue mich auch, wenn ich in der Produktion meine konstruierten Teile abholen und zusammenfügen kann. Natürlich mache ich die Planung und Konstruktion auch gerne, aber das Ergebnis in der Hand zu haben, ist besonders schön.


Wie hat Corona Ihr Praktikumserlebnis beeinflusst?

Patrick Hammen: Das teilweise Arbeiten im Home-Office und das Maskentragen sind selbstverständliche Rahmenbedingungen, die zu erwarten waren. Schwierig fand ich am Anfang das Kennenlernen der Kolleginnen und Kollegen, da das virtuelle Sehen und Sprechen das erste reale Treffen nicht wirklich ersetzen können. Durch die unterschiedlichen Projekte, an denen ich beteiligt bin, gab es erst einmal viele Namen, die ich zunächst nicht zuordnen konnte. Das legte sich aber mit der Zeit. Erschwert wird das Arbeiten zeitweise durch Kurzarbeit. Dadurch müssen Termine verschoben werden oder es gibt Situationen, die zusätzliche Absprache erfordern.

Die Kommunikation selbst funktioniert aber einwandfrei. Die Projektverantwortlichen und mein Vorgesetzter nehmen sich immer Zeit für ein Telefonat oder Fragen per E-Mail. Durch die regelmäßigen Meetings habe ich auch dort immer die Möglichkeit Fragen zu stellen oder Anmerkungen zu äußern.


Was nehmen Sie aus Ihrem Praktikum mit, das Sie auch in Zukunft weiterbringen wird?

Patrick Hammen: Natürlich nehme ich viel technisches Know-how mit, das ich in Zukunft sicher anwenden kann. Durch meine Ausbildung als Mechatroniker habe ich bereits praktische Erfahrungen in einem Unternehmen gesammelt. Ich schätze sehr, dass ich nun zusätzlich Einblicke in einen Konzern wie Schunk bekommen kann. Am Wichtigsten finde ich, was ich während meines Praktikums über den Umgang mit Führungskräften, Kollegen und Kunden gelernt habe. Von diesen Erfahrungen werde ich in Zukunft sicher profitieren.

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