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Elektrofahrzeuge autonom laden

Warum der Underbody Charger die E-Tankstelle der Zukunft sein könnte

Elektrofahrzeuge nutzt Schunk Underbody Charger zum Laden seiner Batterien.

Dass Elektrofahrzeuge zu teuer sind, zu lange zum Laden brauchen, nicht weit genug fahren können, oder dass zum Laden immer ein Kabel angefasst werden muss, sind Argumente, die immer noch viele Kunden vom Kauf eines Elektroautos abhalten. Aber die Entwicklung in Sachen E-Mobilität geht rasant voran – auch bei Schunk:

„Ein E-Fahrzeug zu laden wird so einfach werden wie tanken“, ist sich unser Experte Ahmad Kamar sicher. Seit 2018 treibt der Produktmanager die Entwicklung des Prototypen eines autonomen Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge voran.

Unterbodenlösung lädt innerhalb weniger Minuten

Der sogenannte Underbody Charger soll in nur wenigen Minuten das effiziente, sichere und komfortable Laden verschiedener Fahrzeugtypen erlauben. Möglich machen dies ein in der Fahrbahn versenkbares Smart Charging Ladesystem, ein im Fahrzeugboden verbautes Andockmodul sowie eine extrem hohe Leistungsübertragung. So kann der automatische Ladevorgang selbst bei vollständig entleerten Batterien auf wenige Minuten verkürzt und einfach in den alltäglichen Gebrauch der Fahrzeuge integriert werden. Auch in der eigenen Garage könnte das System zum Einsatz kommen und dort sicheres und automatisches Laden ermöglichen. Kabelanfassen überflüssig!

So funktioniert der Schunk Underbody Charger:

Schunk Smart Charging Underbody Charger
Ein E-Fahrzeug zu laden wird so einfach werden wie tanken

Ahmad Kamar beantwortet häufig gestellte Fragen (FAQ) zu dieser Innovation:

Wie lange dauert es, bis ein PKW mit dem Underbody Charger aufgeladen ist?

Ahmad Kamar: Unser Ziel ist es, dass mit unserer Unterbodenlösung ein Elektrofahrzeug mit einer 100 kWh-Batterie in weniger als 10 Minuten von 20 Prozent auf 80 Prozent geladen werden kann.

Welchen Einfluss hat das Schnellladen auf die Lebensdauer der Batterien?

Ahmad Kamar: Unser Ladesystem ist für die kommende Batteriegeneration ausgelegt. Bei der heutigen Batterietechnik kann Schnellladen nach einigen Jahren tatsächlich zu Beschädigungen an den Batterien führen - vorausgesetzt man nutzt diese Art der Ladung ausschließlich.
Für die künftige Batteriegeneration wird Fast Charging jedoch der Standard sein – und genau für diese Batterietechnik der Zukunft, die mit einer Rate von 2, 3 oder 4C aufgeladen werden kann, ist der Underbody Charger konzipiert.

Muss man eine Pause zwischen zwei Ladezyklen einplanen?

Ahmad Kamar: Nein, unser System ist so ausgelegt, dass es dauerhaft laden und ein Fahrzeug nach dem anderen bedienen kann. Dies wird auch der Anspruch der Zukunft sein. Wenn zum Beispiel eine Direktbezahlmöglichkeit an der Ladestation besteht, kann der Fahrer nach dem Laden sofort weiterfahren und die Ladestation für das nächste Fahrzeug freigeben.

Wie viel wiegt die fahrzeugseitige Hardware?

Ahmad Kamar: Bei unserem Serienprodukt wird das Gewicht bei zwei bis drei Kilogramm liegen.

Planen Sie auch die Entwicklung einer induktiven, berührungslosen Energieübertragung?

Ahmad Kamar: Nein, wir konzentrieren uns auf das konduktive Laden. Dafür gibt es drei Gründe:

  1. Konduktives Laden ist unsere Kernkompetenz. Hier verfügen wir über 100 Jahre Erfahrung.
  2. Die Ladeleistung: Wir möchten mit unserem System High Power Charging ermöglichen. Das ist mit induktiven Ladetechnologien nicht möglich bzw. sehr kompliziert und kostenaufwändig. Der Grund: Beim induktiven Laden wird ein High-Power-Umwandler von AC zu DC benötigt. Große und teure Bauteile wie diese sind von Seiten der OEMs nicht gewünscht und von daher für uns uninteressant.
  3. Die Ladeeffizienz: Beim induktiven Laden wird nur im allerbesten Fall eine Ladeeffizienz von 93 Prozent erreicht. Das ist eine hoher Leitungsverlust und daher nicht wirtschaftlich.

Wie ist der aktuelle Projektstand?

Ahmad Kamar: Wir haben unseren Prototypen des Underbody Chargers im Rahmen des ersten Pilotprojekts für autonomes Fahren und Laden (Aula) demonstriert. Jetzt sind wir nach aufwändigen Tests dabei, unser erstes Konzept weiterzuentwickeln. Aktuell nehmen wir zusammen mit drei weiteren Partnern am Forschungsprojekt Mega-Laden teil, wo wir unser Produkt mit E-LKW-Flotten in einem Logistikzentrum testen. Unser Ziel ist es bis Ende 2021 einen voll funktionierenden Prototypen zu entwickelt.


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Weitere Infos

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Ahmad Kamar
Produkt Manager
ahmad.kamar@schunk-group.com
+49 641 803 576

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